So wählen Sie ein Sortiersystem für einen Logistikdienstleister aus
Wenn das Sendungsvolumen steigt und Kunden immer kürzere Lieferzeiten erwarten, wird die manuelle Sortierung schnell zum Engpass. Ein falsch ausgewähltes System kann die Lagerprozesse verlangsamen, die Belastung für das Personal erhöhen und zusätzliche Kosten verursachen.
Die richtige Automatisierung der Sortierung sorgt dagegen für Geschwindigkeit, Präzision und Planungssicherheit – selbst in Zeiten mit hoher Auslastung. Betreiber, die rechtzeitig auf moderne Sortieranlagen umgestellt haben, berichten von einer Steigerung der Produktivität auf das Zwei- bis Vierfache und einer deutlichen Verringerung der Fehlerquote.
Warum die Wahl des richtigen Sortiersystems so wichtig ist
Entscheidend ist nicht, die „leistungsstärkste“ Lösung zu kaufen, sondern ein System zu finden, das zu den Prozessen und Betriebsbedingungen Ihres Lagers passt. Bevor Sie einen Vertrag unterzeichnen, sollten Sie die wichtigsten Parameter sorgfältig prüfen.
Viele Unternehmen machen den Fehler, sich ausschließlich am Preis oder an der Marke zu orientieren. Tatsächlich hängt der Erfolg davon ab, wie gut das System die täglichen Abläufe in Ihrem Lager unterstützt.
Auswahl eines Sortiersystems für das Lager: die wichtigsten Kriterien
Folgende Faktoren sind besonders wichtig:
- Art und Gewicht der Sendungen. Von leichten Umschlägen bis hin zu schweren Kartons.
- Bearbeitungsvolumen pro Stunde. Kann das System Spitzenbelastungen bewältigen?
- Verfügbare Lagerfläche. Lässt sich die Anlage ohne Umbau des Lagers installieren?
- Anzahl der Sortierziele. Je nach Prozess können es einige Dutzend oder mehrere Hundert sein.
- Erforderliche Integration in WMS, TMS oder OMS.
- Saisonale Spitzen. Kann das System einen sprunghaften, mehrfachen Anstieg des Sendungsvolumens verarbeiten?
- Amortisationszeit. Innerhalb welchen Zeitraums kann sich die Investition auszahlen?
Diese Kriterien helfen dabei, typische Fehler zu vermeiden und eine Lösung auszuwählen, die über viele Jahre zuverlässig funktioniert. Zusätzlich sollten Sie auf den Geräuschpegel, den Energieverbrauch und den Wartungsaufwand achten. Diese Faktoren beeinflussen sowohl die Arbeitsbedingungen des Teams als auch die laufenden Betriebskosten.
Welche Lösungen UIS für unterschiedliche Aufgaben bietet
TiltTray
TiltTray eignet sich für kleine Sendungen mit einem Gewicht von bis zu 10 kg. Das System sortiert automatisch Tausende kleiner Pakete nach vorgegebenen Zielen. Die Trays kippen kontrolliert und leiten die jeweilige Sendung in den entsprechenden Behälter.
Das System ermöglicht eine schnelle und präzise Sortierung. Es eignet sich besonders für e-commerce-Unternehmen und Postdienstleister, die täglich Hunderte oder Tausende kleiner Sendungen bearbeiten. Betreiber berichten, dass sich nach der Einführung von TiltTray die Bearbeitungszeit pro Sendung um ein Mehrfaches verkürzt und die körperliche Belastung der Mitarbeitenden abnimmt.
Switch Sorter
Switch Sorter ist für größere und schwerere Sendungen mit einem Gewicht von bis zu 30 kg ausgelegt. Das System verarbeitet Kartons und großformatige Sendungen unterschiedlicher Form. Die Sortiermechanismen leiten jede Sendung zum vorgesehenen Ziel.
Die Lösung eignet sich für regionale Sortierzentren, Distributionslager und Logistikanlagen, deren Sortiment nicht auf Umschläge und kleine Pakete beschränkt ist. Der Switch Sorter ist für einen stabilen Betrieb bei intensiven Sendungsströmen ausgelegt.
Put to Light
Put to Light wird häufig für die Auftragskommissionierung im Lager eingesetzt. Der Ablauf ist einfach und intuitiv: An den Regalen leuchten Anzeigen auf, und der Mitarbeitende legt den Artikel in das vorgegebene Fach.
Dadurch sinkt die Zahl der Fehler nahezu auf null. Besonders wertvoll ist das System bei Aufträgen mit vielen kleinen Positionen, die schnell und ohne Verwechslungen zusammengestellt werden müssen. Teams, die mit Put to Light arbeiten, berichten von einer 2- bis 3-fachen Steigerung der Kommissionierleistung und einer deutlichen Verringerung von Retouren aufgrund fehlerhafter Verpackung.
METRIX
METRIX erfasst automatisch Gewicht und Abmessungen, erkennt Abweichungen und hilft, unnötige Auseinandersetzungen mit Kunden und Transportunternehmen zu vermeiden. Das System dient als zuverlässige Kontrollinstanz bei der Versandvorbereitung und spart Zeit und Aufwand.
So kombinieren Sie Lösungen und berechnen den Nutzen
Die Module können zu einem durchgängigen Prozess verbunden werden:
- TiltTray im Wareneingang für kleine Sendungen;
- Switch Sorter für große Kartons;
- Put to Light im Kommissionierbereich;
- METRIX für die Endkontrolle.
Ein hybrider Ansatz bietet maximale Flexibilität und ermöglicht eine einfache Skalierung der Prozesse.
Bei der Wahl eines Sortiersystems geht es nicht darum, einem Trend zu folgen, sondern eine pragmatische Entscheidung auf Grundlage konkreter Kennzahlen zu treffen. Wer die Auswahl datenbasiert angeht, kann Ergebnisse erzielen, die die Erwartungen übertreffen. Die Logistik wird schneller, präziser und zuverlässiger.
Mehr zu diesem Thema
Manuelle vs automatische Sortierung
Viele Logistikdienstleister sind noch immer unsicher, ob sich eine Investition in Automatisierung lohnt. Auf den ersten Blick scheint es, als könnten die Mitarbeitenden die Arbeit wie bisher bewältigen.
Wie ein Sortierzentrum funktioniert
Wenn jemand auf „Bestellung aufgeben“ klickt, denkt kaum jemand darüber nach, welchen Weg ein Paket bis zur Haustür oder zur Abholstelle zurücklegt. Auf den ersten Blick scheint es, als würde ein Karton einfach zur Post transportiert.
Sortiersysteme für Postdienstleister
Moderne Post- und Kurierdienste bearbeiten täglich Tausende, teilweise sogar Millionen von Sendungen. Unter diesen Bedingungen wird die Paketsortierung zu einem kritischen Schritt in der Logistikkette.
Funktionsprinzip des Förderbandes
Das Bewegen von Waren von Punkt A zu Punkt B mit einer bestimmten Geschwindigkeit und ohne menschliches Eingreifen in jeder Phase ist eine Aufgabe, die sich mit einem Förderband leicht lösen lässt. Es handelt sich um ein einfaches Transportgerät mit kontinuierlichem Betrieb.