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Durchführung einer Lagerinventur: Ein umfassender Leitfaden

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06.05.2026

Selbst ein gut organisiertes Lager kann mit der Zeit an Bestandsgenauigkeit verlieren, wenn Warenbewegungen nicht regelmäßig kontrolliert werden. Fehler im Wareneingang, Bestandsabweichungen, falsche Einlagerung und Verluste während der Kommissionierung sammeln sich nach und nach an. Sie beeinflussen nicht nur die Bestände im System, sondern auch die finanziellen Kennzahlen des Unternehmens. Eine Lagerinventur ist längst ein fester Bestandteil des Lagermanagements und keine rein formale Prozedur.

Eine Lagerinventur gibt Unternehmen einen klaren Überblick über den tatsächlichen Zustand ihrer Bestände. Sie hilft, Schwachstellen zu erkennen und zu verstehen, welche Prozesse verbessert werden müssen. Richtig organisierte Kontrolle macht Abweichungen sichtbar und verbessert die Logistikprozesse insgesamt.

Warum regelmäßige Bestandsprüfungen notwendig sind

Viele Unternehmen denken erst vor Berichtsperioden oder nach dem Auftreten ernsthafter Probleme an den Datenabgleich. In der Praxis sollte Kontrolle jedoch regelmäßig erfolgen.

Eine Lagerinventur hilft dabei:

  • Fehlbestände und Überschüsse zu erkennen;
  • die Genauigkeit der Bestandsdaten zu prüfen;
  • Fehler bei der Kommissionierung zu reduzieren;
  • problematische Lagerzonen zu identifizieren;
  • die Arbeit der Mitarbeitenden zu bewerten;
  • die Ansammlung von schwer verkäuflichen Beständen zu vermeiden.

Regelmäßige Prüfungen und ein klarer Ablauf der Wareninventur im Lager zeigen, wie effizient interne Prozesse organisiert sind. Wenn Abweichungen ständig auftreten, liegt die Ursache meist in der Organisation der Abläufe.

Arten der Lagerinventur

Die Art der Prüfung hängt von den Aufgaben des Unternehmens und den Besonderheiten des Logistikstandorts ab.

Zu den wichtigsten Inventurarten gehören:

  • Vollinventur: alle Artikel werden geprüft;
  • Stichprobeninventur: einzelne Warengruppen werden kontrolliert;
  • planmäßige Inventur: wird nach einem festgelegten Zeitplan durchgeführt;
  • außerplanmäßige Inventur: wird bei Verdacht auf Verluste durchgeführt;
  • zyklische Inventur: kleinere Prüfungen ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs.

Große Anlagen nutzen häufig die zyklische Inventur, um Daten aktuell zu halten, ohne die täglichen Prozesse zu stoppen.

Wie eine Lagerinventur richtig durchgeführt wird

Jede Inventur beginnt mit der Vorbereitung. Wenn Mitarbeitende den Ablauf nicht verstehen oder Lagerzonen chaotisch organisiert sind, werden die Ergebnisse ungenau.

Vorbereitung des Lagerbereichs

Vor Beginn ist es wichtig:

  • unbeschriftete oder nicht gekennzeichnete Artikel zu identifizieren oder zu entfernen;
  • Kennzeichnungen zu prüfen;
  • Gänge freizumachen;
  • offene Vorgänge abzuschließen;
  • Daten im Buchhaltungs- oder Warenwirtschaftssystem zu erfassen.

Je besser der Lagerbereich organisiert ist, desto schneller läuft der Abgleich.

Zählen der Waren

Der nächste Schritt ist der Vergleich der tatsächlichen Menge mit den Systemdaten. In kleinen Lagern kann dies manuell erfolgen. Bei größeren Volumen dauert dieser Ansatz jedoch zu lange.

Die Automatisierung der Lagerinventur beschleunigt den Prozess und reduziert Fehler. Mobile Datenerfassungsgeräte, Barcodescanner und WMS-Systeme vereinfachen den Abgleich und ermöglichen Prüfungen ohne lange Betriebsunterbrechungen.

UIS implementiert solche Lösungen und hilft Unternehmen, Inventuren ohne Betriebsunterbrechungen und ohne Überlastung des Personals durchzuführen.

Analyse von Abweichungen

Nach der Zählung zeigt das System Abweichungen zwischen den tatsächlichen Beständen und den Buchungsdaten. In dieser Phase ist es wichtig, die Ursache des Problems zu bestimmen.

Am häufigsten entstehen Abweichungen durch:

  • Fehler im Wareneingang;
  • falsche Einlagerung;
  • Bestandsverwechslungen;
  • verspätete Abschreibungen;
  • Verluste während der Kommissionierung;
  • Unachtsamkeit von Mitarbeitenden.

Wenn solche Situationen regelmäßig auftreten, sollte das Unternehmen die Organisation seiner Logistikprozesse überprüfen.

Warum manuelle Inventuren an Effizienz verlieren

Manuelle Zählungen werden in kleineren Lagern noch eingesetzt. Mit steigendem Volumen beginnen sie jedoch, den Betrieb zu verlangsamen.

Während solcher Prüfungen:

  • werden Mitarbeitende von ihren Hauptaufgaben abgelenkt;
  • steigt das Fehlerrisiko;
  • müssen Prozesse teilweise unterbrochen werden;
  • dauert die Datenverarbeitung lange.

Ein automatisierter Ansatz hilft, diese Probleme zu vermeiden. Das WMS erfasst Warenbewegungen in Echtzeit, mobile Datenerfassungsgeräte beschleunigen den Abgleich und Analysetools helfen, Problemzonen schnell zu erkennen.

Wie Automatisierung Lagerprozesse verändert

Lagerlogistik erfordert die ständige Nachverfolgung jeder Warenbewegung. Digitale Lösungen helfen dabei:

  • die Prüfzeit zu verkürzen;
  • den Einfluss des menschlichen Faktors zu reduzieren;
  • Abgleiche ohne Prozessunterbrechung durchzuführen;
  • Abweichungen schneller zu erkennen;
  • die Bestandsgenauigkeit zu erhöhen.

UIS implementiert Logistikmanagementsysteme, die Bestände, Warenbewegungen und die Arbeit des Personals in einer einheitlichen digitalen Umgebung transparent kontrollierbar machen.

Wie Inventur den Gewinn beeinflusst

Fehler wirken zunächst selten kritisch. Doch aus kleinen Verlusten entstehen mit der Zeit erhebliche Kosten: unnötige Einkäufe, Retouren, Fehlbestände und Lieferverzögerungen.

Je genauer die Bestandsdaten sind, desto einfacher kann ein Unternehmen Vorräte kontrollieren, Lieferungen planen und Kosten steuern. Eine gut organisierte Inventur macht Logistik transparenter, stabiler und planbarer.